Mit »Jüdischer Islam« der Judaistin Susannah Heschel ist im Herbst 2018 der dritte Band der Schriftenreihe des Forum Transregionale Studien bei Matthes & Seitz Berlin erschienen.
Interview mit Susannah Heschel (Gerda Henkel Stiftung)
Buchvorstellung von Susannah Heschel (TRAFO-Blog)
Buchbesprechnung mit Ozan Zakariya Keskinkılıç (Qantara)
Buchbesprechung mit Konstantin Sakkas (SWR)
Interview mit Susannah Heschel auf IslamiQ
»Es war der Islam, der das jüdische Volk rettete!«, fasste der Mediävist S. D. Goitein 1958 seine Erkenntnisse aus der Geschichte des Zusammenlebens von Juden und Muslimen zusammen. Damit meinte er nicht nur theologische Ähnlichkeiten der beiden Religionen, sondern auch die historische Rolle des Islam als Beschützer alles Jüdischen. Auch die gelehrte Auseinandersetzung jüdischer Religionswissenschaftler wie Abraham Geiger mit dem Islam schloss er mit ein. Susannah Heschel geht in ihrem Essay der Rolle nach, die der Islam vom 19. bis Mitte des 20. Jahrhunderts für die deutsch-jüdische Selbstbestimmung eingenommen hat. Damit knüpft sie an eine durch den Nationalsozialismus gebrochene deutsch-jüdisch-islamische Tradition an, die angesichts zeitgenössischer Debatten um den Status und die Emanzipation nicht-christlicher Religionen und ihrer Angehörigen in Wissenschaft und Gesellschaft besonders interessant ist.


