Chancen eines arabisch-jüdischen Denkens

Mi 04 Jun 2014

Welche Bedeutung hat die moderne arabisch-jüdische Ideengeschichte für die Zukunft von Israel und Palästina? Welche Chancen ergeben sich aus der Erinnerung an die jüdische Präsenz im Nahen Osten vor 1948? Kann das in den letzten Jahren gestiegene Interesse an einer geteilten arabisch-jüdischen Geschichte, das sowohl in Israel und Palästina als auch in der arabischen Welt in einer Vielzahl von akademischen Arbeiten, Memoiren, Romanen und Dokumentarfilmen zum Ausdruck kommt, dazu beitragen, antagonistische Formen von Historiographie, kulturellen und politischen Denkmustern von Juden und Arabern zu überwinden? Welche Rolle spielt die Idee des »Arabischen Juden«?

Über diese und verwandte Fragen haben jüdische und arabische WissenschaftlerInnen und Intellektuelle vom 25.-27. Juni am Forum Transregionale Studien in Berlin diskutiert. Ausgangspunkt des Workshops »The Possibilities of Arab-Jewish Thought«  ist die 2013 von Moshe Behar und Zvi Ben-Dor herausgegebene Anthologie »Modern Middle Eastern Jewish Thought. Writings on Identity, Politics, and Culture, 1893-1958«. In dem Band werden erstmals eine größere Anzahl von Texten jüdischer Intellektueller aus den östlichen Gebieten des Osmanischen Reiches zusammenführt, die aus der Periode stammen, in der die zeitgenössischen Grenzen im Nahen Osten gezogen wurden.

Veranstaltungsort: Forum Transregionale Studien, Wallotstr. 14, 14193 Berlin

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