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Mo 12 Sep 2016

Start des Art-Histories-Blogs »From Traditional to Contemporary Aesthetic Practices in West Africa, Benin and Togo« und der Reihe »Doing Global International Relations« auf dem TRAFO-Blog

Mit dem neuen wissenschaftlichen Blog »From Traditional to Contemporary Aesthetic Practices in West Africa, Benin and Togo« dokumentiert das Forschungsprogramm Art Histories and Aesthetic Practices sein Travelling Seminar nach Benin, das im Mai 2015 stattfand und von Hannah Baader (KHI Florenz, Forum Transregionale Studien Berlin), Suzanne Preston Blier (Harvard University), Romuald Tchibozo (University of Abomey-Calavi) und Gerhard Wolf (KHI Florenz) geleitet wurde. Dieses digitale Dossier konzentriert sich dabei auf Kunst- und Architekturgeschichte und die Kultur Benins und Westafrikas und ist nun mit den ersten Beiträgen online.

Die neue Reihe »Doing Global International Relations« beschäftigt sich kritisch mit dem Auseinanderklaffen von disziplinärem Anspruch und Forschungswirklichkeit: »Internationale Beziehungen (IR)« stehen schon ihrer Bezeichnung nach für Internationalität und ein Interesse für Austauschbeziehungen. In der Vergangenheit hat sich jedoch gezeigt, dass dies in vielen Fällen nicht der disziplinären Wirklichkeit entsprach. Vielmehr wurde das Fach von westlichen Konzepten und Erfahrungen und einer nationalstaatlichen Sichtweise auf die Welt dominiert. In jüngster Zeit hat sich als Gegenbewegung das Konzept von »Global IR« verbreitet. Hinter »Global IR« verbirgt sich keine bestimmte Theorie oder Methode, sondern vielmehr der Versuch, den Blick des Faches auf die Welt zu weiten. Die TRAFO-GastredakteurInnen, Felix Anderl, Stefan Kroll, Philip Wallmeier und Antonia Witt, arbeiten am  Exzellenzcluster »The Formation of Normative Orders« an der Goethe-Universität Frankfurt und werden die neue Blogreihe gestalten. Sie möchten über das TRAFO-Blog ein Forum bieten, um die Idee von »Global IR« zu diskutieren und freuen sich über Kommentare und weitere Beiträge.


Weitere Blogreihen auf Trafo – Blog for Transregional Research:

Außerdem widmet sich die Reihe »Provincializing Epistemologies«, die von den Gastredakteurinnen Schirin Amir-Moazami and Ruth Streicher (beide Freie Universität Berlin) ins Leben gerufen wurde, Fragen der epistemologischen Hegemonie von speziellen Wissensformationen, die nicht-europäisches Wissen systematisch ausschließen. Die Reihe dient der Aufdeckung hegemonialer Forschungsparadigmen, um sie zu diskutieren und zu öffnen. »Provincializing Epistemologies« verfolgt Veranstaltungen und Diskussionen, die seit 2013 an der Berlin Graduate School Muslim Cultures and Societies stattfinden.

»All Things Transregional!?«
: Was bedeutet Transregionale Forschung? Wem kann sie nützen? Wo sind ihre Grenzen? Mit der neuen Interviewreihe »All Things Transregional?« eröffnen wir die Diskussion und fragen ausgewiesene WissenschaftlerInnen nach ihren Erfahrungen, wichtigen Themen und der Zukunft der transregionalen Studien.

5in10: In diesem Interviewformat stellen sich Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler mit ihren Forschungsfragen und Vita vor.


Image credit:
Romuald Tchibozo (left) and Yves Kpede (right) during the discussion (photo by Luise Illigen). Source: Art Histories Blog