Irmgard Coninx Prize Fellowship for Transregional Studies

Das Forum Transregionale Studien und die Irmgard Coninx Stiftung schreiben seit dem akademischen Jahr 2014/2015 den Irmgard Coninx-Preis aus, der ein Forschungsprojekt auslobt, das bis zu zehn Monate durch ein Forschungsstipendium gefördert wird. Im akademischen Jahr 2016/17 wurde kein Preis vergeben. Die Ausschreibung für das kommende akademische Jahr 2018/19 finden Sie hier.

2017/2018

Für das akademische Jahr 2017/18 wurde das Irmgard Coninx Prize Fellowship im Rahmen des Forschungsprogramms Europa im Nahen Osten – Der Nahe Osten in Europa (EUME) ausgeschrieben und an die türkische Wissenschaftlerin Seda Altuğ vergeben. Seda beschäftigt sich vor allem mit dem Verhältnis zwischen Staat und Gesellschaft im französisch besetzten Syrien, mit der Geschichte von Minderheiten wie Kurden und Armeniern sowie zu Erinnerung, Gedenken und Grenzen. Zur Zeit arbeitet sie zu Landbesitz- und Eigentumsverhältnissen im Osten des Osmanischen Reichs und in Syrien unter französischem Mandat und deren politische, ökonomische, rechtliche und soziale Dimensionen.

2015/2016

Saima Akhtar

Die Preisträgerin des akademischen Jahres 2015/16 ist die Architektin Saima Akhtar
Als Fellow wird Saima an ihrem Buchmanuskript arbeiten, das untersucht wie Social-Engeneering-Projekte der Ford Motor Company die soziale und materielle Wirklichkeit der ArbeitsmigrantInnen in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts geformt haben. Ihr Projekt konzentriert sich auf die Anstrengungen des Unternehmens, in sich entwickelnden Märkten im sogenannten »Orient« durch eine Art kulturellen Imperialismus, der Film, Anzeigen und Fotografie nutzte, für die technologische Moderne, Bürgerschaft und Amerikanismus zu werben. Diese Botschaften wurden in Städten des Mittleren Ostens ausgesendet mit dem Ziel, dem amerikanischen Handel Möglichkeiten im Ausland zu verschaffen und gleichzeitig ArbeitsmigrantInnen an die Fließbänder nach Detroit zu locken. Die Analyse für dieses Projekt befindet sich zwischen dem (sich bewegenden) Bild und den Gebäuden, die Schlüsselorte für die Macht und den Kampf zwischen Unternehmenskräften und migrantischen Gruppen wurden. Das Buch untersucht, wie visuelle Propaganda und Gebäude es vermochten, eines der größten amerikanischen Unternehmen und die fordistische Konstruktion von Identität, Bürgerschaft und Nationalismus wachsen zu lassen.

2014/2015

Die Preisträgerin des akademischen Jahres 2014/2015 war die Kunsthistorikerin Clare Phyllis Davies
In ihrem Forschungsprojekt »From Alexandria to Bandung and Back Again: Transregionalism in Arab Art After 1955« untersucht sie transregionale Netzwerke und Initiativen, die in den 1950er und 60er Jahren künstlerische Praktiken in der arabischen Welt miteinander verbunden haben. Anhand von Beispielen wie der Asian-African Conference in Bandung, Indonesien, und der Alexandria Biennale in Ägypten (beide 1955) zeigt Davies, wie unter der Kategorie »Arab art« (fann 'arabi) Alternativen zu einem eurozentrischen Verständnis von internationaler künstlerischer Moderne entwickelt wurden.
Clare Davies hat einen MA in Modern and Post-war European and American Art und ihren PhD vom Institute of Fine Arts, Universität New York. Ihre Forschungen fokussieren insbesondere kunstgeschichtliche Praktiken in Ägypten und der arabischen Welt. Sie war wissenschaftliche Mitarbeiterin bei CULTNAT und schreibt regelmäßig für Publikationen zu zeitgenössischer Kunst.