Das Forum Transregionale Studien

 

Das Forum Transregionale Studien in Berlin ist eine Forschungsorganisation zur inhaltlichen Internationalisierung der Geistes- und Sozialwissenschaften. Das Forum eröffnet Freiräume für die Zusammenarbeit von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern mit unterschiedlichen regionalen und disziplinären Perspektiven und bietet die Möglichkeit, Forschungsideen und -vorhaben zu erproben und zu entwickeln. Es beruft Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus aller Welt als Fellows.

In Kooperation mit Universitäten und Forschungseinrichtungen aus Berlin und dem Bundesgebiet führt das Forum transregionale Forschungsprogramme und Initiativen durch, die neue Fragestellungen aus der Perspektive unterschiedlicher Weltregionen vergleichend und in ihrer gegenseitigen Verknüpfung bearbeiten. 

Das Forum Transregionale Studien wurde im Herbst 2009 in der Form eines Vereins (SatzungDownload) mit Sitz in Berlin gegründet. Das Forum folgt mit seiner Arbeit den Empfehlungen des Wissenschaftsrats zu den RegionalstudienDownload, der Berliner WissenschaftskommissionDownload zur Gründung eines Forums für Transregionale Studien (beide 2006) sowie der InternationalisierungsstrategieDownload des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) (2008). Seine Gründung war Bestandteil der Forschungsoffensive des Masterplans »Wissen schafft Berlins Zukunft« (2008-2011) des Berliner Senats. 

Das Forum hat seine Arbeit im Jahr 2010 mit der Förderung von Forschungsprogrammen aus den Bereichen der Philologie, der Rechtswissenschaft und der Stadtsoziologie aufgenommen. Seit 2011 wird ein Programm am Forum weitergeführt, das die Verflechtungen zwischen Europa und dem Nahen Osten erforscht. Im Jahr 2013 hat ein kunsthistorisches Programm seine Arbeit begonnen (Programme und Initiativen).

Die Leitung des Forums liegt bei einem fünfköpfigen Vorstand, der aus dem Afrika-Historiker Andreas Eckert (Humboldt-Universität zu Berlin), der Lateinamerika-Wissenschaftlerin Marianne Braig (Freie Universität Berlin), dem Historiker Sebastian Conrad (Freie Universität Berlin), der Sinologin Barbara Mittler (Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg) und der Arabistin Friederike Pannewick (Philipps-Universität Marburg) besteht.

In wissenschaftlichen Angelegenheiten, insbesondere bei der Entscheidung über neue Programme und der Berufung von Fellows, stützt sich der Vorstand auf einen international zusammengesetzten Wissenschaftlichen Beirat. Hermann Parzinger, Präsident der Stiftung Preußischer Kulturbesitz, ist Vorsitzender der Mitgliederversammlung

Die Geschäftsstelle wird von Georges Khalil, dem Wissenschaftlichen Koordinator des Forums, geleitet.

Das Forum wird vom Regierenden Bürgermeister von Berlin – Senatskanzlei Wissenschaft und Forschung gefördert und kooperiert im Bereich der Internationalisierung mit der Max Weber Stiftung – Deutsche Geisteswissenschaftliche Institute im Ausland. Seit April 2013 unterstützt das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) diese Kooperation im Rahmen der Projektförderung.

In Fragen der allgemeinen Verwaltung arbeitet das Forum eng mit dem Wissenschaftskolleg zu Berlin zusammen.

Das Forum ist Mitglied des Netzwerks Indian & European Advanced Research Network IEARN.