
Magdalena Kallenberger/Dorothea Nold
Magdalena Kallenberger und Dorothea Nold begegneten sich in Berlin vor fast zehn Jahren und trafen seither an verschiedenen Orten der Welt immer wieder aufeinander. Ob in Berlin-Kreuzberg, dem Stuttgarter Hauptbahnhof, neben den Terrakottakriegern in Xi’an, China, in Teheran, Weimar, Paris, Istanbul, Kairo, Kabul sowie der Schweinebucht in Bad Säckingen, wohl an einem dieser Orte fangt das gegenseitige Interesse an einer gemeinsamen Arbeit an. 2009, in Teheran, konkretisiert sich der Plan, doch dann wird Dorothea des Landes verwiesen und Magdalena fluchtet mit ihren Film- und Tonaufnahmen vor den aufziehenden Protesten per Zug nach Istanbul. Anfang 2010 treffen sie sich in Berlin wieder. Zu dieser Zeit beschäftigen sich beide Künstlerinnen in ihren Arbeiten mit Wandlung und Verschmelzung von Tradition und Fragen nach Kultureller Identität und Individualität. Beide hinterfragen die Möglichkeiten und Grenzen ihrer Wahlmedien, versuchen diese zu erweitern und lokalen bzw. thematischen Umstanden anzupassen. Diese transformatorischen Prozesse bilden die Schnittstelle ihrer geplanten Kooperation. Dorothea Nold thematisiert in ihren Arbeiten den Bezug zwischen gesellschaftlicher Konvention, Tradition, Architektur und Urbanität. Ihr offener Umgang mit dem Begriff der Bildhauerei und Installation lies sie immer wieder das Atelier in Richtung öffentlicher Raum und partizipatorische Performance verlassen. Magdalena Kallenberger untersucht und porträtiert kulturelle Grenzgänger, globale Nomaden und ihre Versuche der Assimilation und Integration. Die Dokumentation sozialer, gesellschaftlicher und politischer Aufbruche und Veränderungen bildet einen weiteren Schwerpunkt ihrer künstlerischen Arbeit.
Im Kontext von Global Prayers arbeiten Magdalena Kallenberger und Dorothea Nold an einem Filmprojekt über die Umnutzung von säkularen Räumen durch junge christliche Gemeinden in Berlin.


